16/07/23 - Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

Den Alltag von Berufsfeuerwehrleuten selbst einmal nachempfinden konnten letzten Samstag 14 Mädchen und Jungen der Uehlfelder Feuerwehr. 24 Stunden lang hatten die Nachwuchs-Floriansjünger „Dienst“ im Feuerwehrgerätehaus.

Was im Sommer 2007 zunächst als „Versuch“ gestartet war, erlebte letztes Wochenende nunmehr seine zehnte Auflage. Zwar üben die Mädchen und Jungen regelmäßig den Löschangriff und alles was dazu gehört, nehmen an Wettkämpfen wie den Kreisjugendfeuerwehrtag teil und sind auch sonst immer emsig bei der Sache, doch sich in einem realistisch nachgestellten Übungsszenario zu bewähren ist etwas ganz anderes. Genau diese Situation wollten die Jugendwarte Markus Diller und Chris Lohmann mit ihren Helfern authentisch inszenieren.
Vor den 14 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Uehlfeld standen erlebnisreiche Stunden. Ein Bereitschaftstag wie in einer Berufsfeuerwehr sollte simuliert werden – mit normalen Dienstablauf, Ausbildungen, Mahlzeiten, Nachtruhe und selbstverständlich verschiedenen Einsätzen.
Die Mädchen und Jungen – alle im Alter zwischen 12 und 18 Jahren – wussten natürlich nicht, was auf sie zukommt.
Zunächst einmal bauten sie ihr Nachtlager im Schulungsraum auf. Anschließend wurden sie auf ihre Positionen in den Fahrzeugen eingeteilt und begannen mit der Kontrolle der Fahrzeuge und Gerätschaften. Da schrillte schon um 09:23 Uhr erstmals die Alarmglocke im Gerätehaus und aus der dort extra eingerichteten Leitstelle kam die Einsatzalarmierung: „Ölspur klein – Einsatz für das LF 8“.
Sofort machte sich die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges zusammen mit der Ölwehr Ausrüstung auf den Weg zur Einsatzstelle. Selbstverständlich konnte während den Einsätzen auch mit der Übungsleitstelle über Digitalfunk kommuniziert werden. So konnte gleichzeitig auch noch der Umgang mit dem neuen Funksystem geübt werden.
Während die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges noch mit der Ölspur beschäftigt war, bereiteten die restlichen Jugendlichen schon mal das Frühstück vor um anschließend zusammen zu frühstücken.
Die Ruhe währte allerdings nur kurz. Der Alarmgong ertönte und aus den Lautsprechern hallte die Alarmmeldung: „Wohnhaus Vollbrand am Festplatz – Einsatz für den Löschzug“
Jetzt mussten die Mädchen und Jungen zeigen, was sie gelernt haben und tatsächlich klappte alles sehr gut. Die Schlauchleitungen waren rasch aufgebaut und in wenigen Minuten konnten die Flammen unter dem Wasserstrahl unter Kontrolle gebracht werden.
Gemäß dem Motto „nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz“ wurden alle benutzen Gerätschaften wieder Einsatzbereit gemacht und die benutzen Schläuche zur Pflege in die Schlauchwaschanlage gegeben.
Anschließend konnten die Jugendlichen eine etwas längere Verschnaufpause genießen und gemütlich ihr Mittagessen einnehmen. Nach einer kurzen Siesta ging es mit Unterricht im Schulungsraum weiter. Dieser gestaltete sich allerdings nur kurz, da schon wieder ein Notruf in der Übungsleitstelle einging. Dieses Mal war eine ausgelöste Brandmeldeanlage in der Schule der Grund für die Alarmierung. Hierbei handelte es sich allerdings nur um einen Fehlalarm, so dass nach einer kurzen Kontrolle der Anlage der Löschzug wieder abrücken konnte.
In den folgenden Stunden mussten die Jugendlichen noch 8 weitere Einsätze abarbeiten. So waren zum Beispiel noch ein Fahrzeugbrand, ein Gefahrgut Einsatz und ein Verkehrsunfall als Szenarien dabei.
Bei den Einsätzen war auch Atemschutztechnik erforderlich. In diesem besonderen Fall kamen natürlich nur „entschärfte“ Masken und nachgebaute Atemschutzgeräte aus Abflussrohren zum Einsatz.
Für die 14 Jugendlichen waren es auf jeden Fall aufregende 24 Stunden. Ganz sicher haben sie viel gelernt. Die Betreuer zeigten sich jedenfalls sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Jugend.